Augen auf beim Goldkauf

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Denn wo Gewinne erzielt werden, lauern auch Betrüger, die für handfeste Gold-Skandale sorgen. Im Fokus stehen dabei häufig Händler, die zunächst großspurige Versprechen abgeben, dann aber unseriös mit dem Geld der Kunden umgehen. Häufig gehen diese Händler insolvent oder aber das Gold der Anleger ist nicht mehr auffindbar.

Im vergangenen Oktober war in Köln der Prozessauftakt gegen Verantwortliche des insolventen Goldhändlers „PIM Gold“ angesetzt. Dabei besteht der Verdacht, dass Gewinnausschüttungen an frühere Kunden mit den Geldern neuer Kunden bedient worden seien. Nach einer Razzia im September 2019 meldete „PIM“ Insolvenz an. Rund 8.000 Gläubiger bangen seither um satte 160 Millionen Euro.

Laut aktuellen Presseberichten sollen sich weitere Gold-Betrüger angeblich ebenfalls an Kundengeldern bereichert haben. Genannt wird in diesem Zusammenhang die Firma „Bonus.Gold“.

Demnach sollen Anleger diesem Händler knapp 45 Millionen Euro für mögliche Goldkäufe anvertraut haben. Plötzlich soll bei „Bonus.Gold“ aber niemand mehr zu erreichen gewesen sein. Was mit dem Gold der Anleger passiert ist, wo es sich befindet – das ist noch unbekannt.

Dieser Fall zeigt einmal mehr: Goldkäufe bei Händlern, die das Edelmetall ihrer Kunden behalten und versprechen, es sicher aufzubewahren, ist mit Geldern neuer Kunden bedient worden seien. Nach einer Razzia im September 2019 meldete „PIM“ Insolvenz an. Rund 8.000 Gläubiger bangen seither um satte 160 Millionen Euro.

Seriöse Goldhändler bieten ihren Kunden an, das Gold an verschiedenen Orten zu lagern, indem sie es im ersten Schritt an diese ausliefern. Wo dann der sicherste Platz für das eigene Gold ist, kann jeder individuell entscheiden.