Gold-Fazit: So war das Jahr 2020

Kurz vor dem Jahreswechsel wollen wir noch einmal auf dieses unglaubliche Jahr 2020 zurückschauen. Die Corona-Pandemie hat die Weltgemeinschaft mitsamt den existierenden Wirtschaftssystemen nicht nur auf eine harte Probe gestellt – es ist zu schweren Verwerfungen auf allen Ebenen gekommen. Natürlich wurde auch das Investment-Verhalten der Deutschen massiv beeinträchtigt.

Trotz einer kleinen Schwächephase im Herbst zeigt der Goldpreis in diesem Jahr weiter eine klare Tendenz nach oben. Auch mit Blick auf die anstehende zweite Corona-Welle mit allen Unwägbarkeiten, werden Anleger weiterhin Sicherheiten für ihre Investments suchen. Gold ist dafür der ideale Hafen, denn es ist ein Versicherungsschutz gegen die Verwerfungen des Finanzmarktes und befürchteter politischer Fehlentwicklungen.

Die Folge des Gold-Runs in diesem Jahr: Anfang August übersprang das Edelmetall zwischenzeitlich sogar die Marke von 2.000 US-Dollar je Feinunze. Auch wenn der Goldpreis danach wieder ein bisschen nachgegeben hat, ist die bisherige Jahresperformance mit einem Zuwachs von weit über 23 Prozent schlicht beeindruckend.

Das scheint auch der Politik nicht entgangen zu sein und schuf Begehrlichkeiten. So sickerten Mitte des Jahres Pläne aus dem Finanzministerium durch, laut denen Finanzminister Scholz mögliche Kursgewinne bei Xetra-Gold besteuern wolle.

Der SPD-Kanzlerkandidat wollte, dass auch bei diesen Gold-Wertpapieren die Abgeltungssteuer gilt: also 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Zusammen summiert sich das auf fast 28 Prozent. Dieser Referentenentwurf hätte Xetra-Gold also mit anderen Wertpapieren steuerlich gleichgesetzt. Zunächst scheiterten diese Pläne – noch!