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Durchwachsener Jahrgang: Rückblick und Ausblick zu Gold

22. Dezember 2022

Das „Goldjahr 2022“ war von drei Phasen gekennzeichnet: einem starken ersten Quartal mit einem neuen Rekordhoch auf Eurobasis, gefolgt von sieben schwachen Monaten in Folge sowie einem starken Comeback in den Monaten November und Dezember.

Gold beweist Krisenresistenz

Per Saldo kann man der Krisenwährung Gold attestieren, dass sie auf Dollarbasis zwar etwas enttäuscht hat (siehe Tabelle), auf Eurobasis (+6,6 Prozent) sowie gegenüber anderen Anlageklassen kann man dem gelben Edelmetall aber durchaus ein hohes Maß an Krisenresistenz attestieren. So hat zum Beispiel der Bund-Future, der einen standardisierten Terminkontrakt auf eine idealtypische Bundesanleihe mit einem Kupon von sechs Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren darstellen soll, bis dato über 20 Prozent an Wert verloren.

Performance wichtiger Anlageklassen

Anlageklasse Stand 21.12.22 Performance 2022
Goldpreis (USD) 1.815,00 -0,4 %
Goldpreis (EUR) 1.708,00 6,6 %
DAX (Punkte) 14.005,23 -11,8 %
Bitcoin (USD) 16.848,00 -63,6 %
Dow-Jones (Punkte) 32.849,74 -9,6 %
Bund-Future (Prozent) 135,90 -20,7 %
Bloomberg Commodity Index (Punkte) 112,80 13,7 %
Dollarindex (Punkte) 104,05 8,4 %

Quelle: gold.de und wsj.com; Stand: 21.12.22

Zur Erinnerung: Normalerweise gelten deutsche Staatsanleihen als „sicherer Hafen“ und haben sich in den vergangenen Jahren als solcher durchaus bewährt. Angesichts der Tatsache, dass in den Jahren zuvor die Kurse in erster Linie durch die Zinssenkungen und Anleihekäufe der EZB nach oben getrieben wurden und somit als „nicht marktgerecht“ anzusehen waren, wurde diese Überbewertung mittlerweile spürbar reduziert.

Explodierende Geldmengen und Schuldenberge gelten in der Volkswirtschaftslehre ebenfalls als „klassische Inflationstreiber“.

Ausgelöst wurde das Kursbeben an den Anleihemärkten durch die massiven Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Sie hat nämlich seit März im Rekordtempo die Leitzinsen aufgrund der deutlich gestiegenen US-Inflation um 425 Basispunkte nach oben geschraubt. In der Spitze haben sich die US-Konsumentenpreise im Juni um 9,1 Prozent p.a. verteuert, was in erster Linie auf den russischen Krieg gegen die Ukraine sowie die corona-bedingten Lockdowns in China inkl. der daraus resultierenden Lieferkettenprobleme zurückzuführen war. Eines sollten Anleger aber stets im Hinterkopf behalten: Explodierende Geldmengen und Schuldenberge gelten in der Volkswirtschaftslehre ebenfalls als „klassische Inflationstreiber“.

Wie entwickeln sich Dollar, Zinsen und Konjunktur?

Als „Bremsklotz“ für den Goldpreis erwiesen sich in diesem Jahr vor allem der starke Dollar sowie die kräftig gestiegenen Renditen der Staatsanleihen. Deren weitere Entwicklung dürfte im neuen Handelsjahr an den Goldmärkten weiterhin mit Argusaugen beobachtet werden. Hält sowohl die Dollarstärke als auch der Zinsanstieg an, könnte dies das Interesse an Gold tendenziell belasten. Grundsätzlich dürfte aber jedem klar sein, dass weder finanzschwache Staaten noch Unternehmen oder Privathaushalte einen erneuten starken Anstieg der Zinsen verkraften können. Deshalb rechnen die meisten Analysten für das kommende Jahr mit einer weniger restriktiven Geldpolitik der internationalen Notenbanken.

Einige Segmente des Goldmarktes haben in diesem Jahr – trotz der über mehrere Monate andauernden Goldpreisschwäche – durch eine starke Nachfrage überzeugen können. Neben dem Schmucksektor hat sich zum Beispiel auch die Nachfrage nach Barren und Münzen relativ robust entwickelt. Nicht zu vergessen die Notenbanken, die in erster Linie durch das massive Aufstocken bzw. das Halten ihrer Goldreserven in Erscheinung getreten sind.

Fazit: Wer es sich leisten kann, sollte nicht nur aus fundamentalen Überlegungen seine privaten Goldreserven eher aus- als abbauen. Mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend und dem Überschreiten der langfristigen 200-Tage-Linie stehen auch die „charttechnischen Ampeln aktuell auf Grün“.

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