Wie entwickelt sich der Goldpreis?

Für Anleger ist Gold immer interessant – egal in welcher Form: Ob am Finger oder im Tresor. Gold verspricht Sicherheit – gerade in Krisenzeiten. Das hat dieses Jahr bislang mehr als eindrucksvoll bewiesen.

Fast alle Anlage-Experten haben in den vergangenen Wochen und Monaten noch einmal darauf hingewiesen: Gold ist und bleibt eine der wichtigsten Wertanlagen. Unabhängig von kurzfristigen Wertschwankungen.

So stellte der bekannte Börsen-Experte und Chefanalyst Folker Hellmeyer in einem Interview zuletzt klar, es sei weiterhin „sinnvoll in Gold zu investieren, weil sich Gold in Krisenzeiten immer bewährt hat. Gold spiele eben eine enorme Rolle.“ Diese Aussage stützt der aktuelle Goldpreis, der sehr stabil und verlässlich rund um 1900 Dollar je Feinunze liegt. Damit kratzt der Preis weiter an der 2000er Marke, die Anfang August bereits überschritten wurde.

Sogar die Aussagen von Fed-Chef Jerom Powell Mitte September konnten dem Goldpreis wenig anhaben. Der Notenbanker zeichnete eine relativ optimistische Konjunkturprognose der US-Wirtschaft, was dem Dollar Auftrieb gab und den Goldpreis kurzzeitig drückte. Doch schnell wurde klar: Der grundsätzliche Drang zu Gold bleibt bestehen und sorgt für einen stabilen Goldpreis.

Tatsächlich wird immer wieder diskutiert, ob der Goldpreis durch Aussagen wie nun von Powell oder auch aufgrund von undurchsichtigen Bankgeschäften manipulierbar sei. Es gibt keine handfesten Beweise – allerdings zeigen diverse Fälle, dass einige Kräfte immer wieder versuchen, in den Goldmarkt einzugreifen. Im Regelfall steigt der Goldpreis, wenn der Dollar schwächelt – und umgekehrt. Grund: Das Edelmetall wird im weltweiten Handel in der US-Währung berechnet. Für Käufer aus anderen Regionen wird Gold dadurch besonders teuer, wenn der Dollar stark ist. Das hemmt die Kauflaune.