Menschen aus Deutschland besitzen mehr Gold als die Bundesbank – sogar die Reserven der US-Notenbank Federal Reserve können das goldene Besitztum hierzulande nicht übertreffen. Die Deutschen sammeln gerne Münzen, kaufen Schmuck und entscheiden sich für Goldbarren. Doch warum eigentlich? Wir gehen der Psychologie unserer Bevölkerung auf den Grund.

Der Goldbestand der Deutschen in Zahlen

Etwa 326 Milliarden Euro existieren in Deutschland in Form von Gold. Dabei verfügen die deutschen Haushalte über insgesamt ca. 8.900 Tonnen des Edelmetalls, das heißt 4.000 Tonnen Schmuck und 4.925 Tonnen Goldbarren und Münzen. Die privaten Goldbestände werden immer weiter angereichert – seit 2010 verzeichnen sie ein Plus von knapp 23 Prozent.

Das Motto vieler Deutschen: Sicher ist sicher

Über Jahrzehnte hinweg hat das Edelmetall für die Deutschen bereits einen besonderen Wert. Gold bietet Sicherheit. Weit über die Grenzen hinaus ist die „German Angst“ bekannt. Ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis, das mit der deutschen Geschichte – zwei Weltkriegen, einer Hyperinflation und Währungsreformen – verknüpft ist.

Anlagegold wirkt als physisches, wertstabiles Produkt diesen Ängsten entgegen und wird auch in einer zukünftig möglicherweise bargeldlosen Gesellschaft eine Rolle spielen.